Was ein MCP-Server ist
Das Model Context Protocol ist ein offener Standard dafür, wie ein KI-Client mit einem fremden System spricht. Statt Text über ein System zu erzeugen, ruft der Client Werkzeuge auf, die dieses System selbst bereitstellt — und bekommt echte Daten zurück statt einer Vermutung.
Bei einem FiveM-Server heißt das: Der Client arbeitet nicht mehr an einer Vorlage, sondern an deinem Bestand. Vier Dinge ändern sich damit.
- Er sieht, was es auf deinem Server wirklich gibt — deine Items, deine Shops, deine Gruppen, nicht ein Beispiel aus einer Doku.
- Er ändert sie an derselben Stelle, an der du sie im Adminpanel änderst. Es entsteht kein zweiter Weg, der beim nächsten Update auseinanderläuft.
- Er schreibt keinen Code, den danach jemand pflegen muss. Was er anlegt, ist ein Datensatz, kein Skript.
- Er arbeitet mit deinen Rechten. Ein Zugang kann nicht mehr, als die Person darf, die ihn ausgestellt hat.
Der Abstand zu einem KI-Chat ohne MCP ist damit kein gradueller: Ohne Zugang bekommst du einen Vorschlag, den du abtippst. Mit Zugang bekommst du eine Änderung, die du bestätigst.
Was der RPFX-MCP kann
Der Werkzeugkatalog bleibt absichtlich klein: neun Werkzeuge, darunter zwei Verteiler für Lesen und Planen. Dahinter liegen über 250 Fähigkeiten — ein Client, der sich mit describe_capabilities orientiert, holt sich immer nur die, die er gerade braucht, statt einen Katalog, der jeden Kontext füllt.
Abgedeckt sind damit unter anderem:
- Wirtschaft: Items samt Bild, Beschreibung und Metadaten, Item-Typen, Rezepte, Werkbänke, Bankkonten und ein Überblick über die Geldmenge im Umlauf.
- Shops: Sortiment, Preise, Verkaufsmodus und Reihenfolge — für Waren, Fahrzeuge, Kleidung und Tattoos.
- Karteninhalte: Blips, Modelle, Peds samt Animation, Türen, Teleporter, Interaktionsmodelle, Checkpoints und ganze Kartenprojekte, die sich am Stück ausrollen und zurückrollen lassen.
- Gruppen und Berufe: Mitglieder, Gehälter, Rechte über Feature-Flags, eigene Jobs mit Arbeitsschritten, Minijobs und Missionen.
- Fahrzeuge: Bestand, Kategorien, Kennzeichen, Garagen und die Exportkonfiguration für eigene Fahrzeugpakete.
- Welt und Ereignisse: Wetterplan, Brandherde, verseuchte Zonen, Zombie-Zonen, Gangwar-Zonen und -Fraktionen, Farm-Gebiete, Tankstellen.
- Nachschlagen statt raten: Suche über Props, Animationen, Partikeleffekte und die Wissensartikel des Frameworks, dazu Straßenrouten, Ortsbeschreibungen und Vorschläge für Spawnpunkte.
- Prüfen nach dem Anlegen: eigene Vorgänge, die melden, ob ein neues Item ein Bild hat, ob ein Karteneintrag sichtbar ist und ob eine Gruppe die Rechte hat, die sie braucht.
Was ein bestimmter Zugang davon tatsächlich sieht, hängt an seinen Rechten: Wozu die zugehörige Seite im Adminpanel fehlt, steht auch im Katalog nicht.
Der Katalog wächst mit dem Framework. Verbindlich ist immer describe_capabilities auf deiner eigenen Verbindung — diese Seite ist eine Beschreibung, keine Schnittstellenzusage.
Verbinden
Der MCP-Zugang hängt an einem Server, nicht an einem Konto: Zuerst gibt es einen FiveM-Server im Portal, dann einen Zugang für ihn, dann den Client.
- Server einbindenIm Portal anmelden, den FiveM-Server einbinden und die Ressource rpfx-core auf ihm starten. Danach steht das Adminpanel offen.
- Zugang anlegenIm Adminpanel über das MCP-Symbol in der Kopfzeile einen Zugang erstellen. Der Token wird genau einmal im Klartext gezeigt; das Panel setzt ihn direkt in den fertigen Schnipsel für deinen Client ein.
- Client verbindenDen Schnipsel übernehmen — für Claude Code ein Terminal-Befehl, für Antigravity ein Block in mcp_config.json, für Connector-Masken drei Felder. Danach steht RPFX in der Werkzeugliste des Clients.
claude mcp add --transport http rpfx https://data.rpfx.org/v1/mcp \
--header "Authorization: Bearer <token>"Clients mit Connector-Maske verbinden sich stattdessen per OAuth im Browser; dann gibt es gar keinen Token zum Kopieren. Beide Wege führen auf dieselbe Adresse und dieselben Rechte.
Ohne MCP funktioniert das Panel unverändert. Der Weg über die KI ist ein Angebot, keine Voraussetzung — und lässt sich jederzeit widerrufen, ohne dass am Server etwas daran hängt.
Der Unterschied zu den anderen FiveM-MCP-Servern
Unter dem Stichwort „FiveM MCP“ findet man überwiegend zwei Bauarten, und beide beantworten eine andere Frage als diese Seite.
Die erste stellt Dokumentation bereit: Die FiveM-Natives, die offiziellen Doku-Seiten und teils Codebeispiele werden für einen KI-Client durchsuchbar gemacht. Wer damit arbeitet, schreibt weiterhin selbst Lua — der MCP sorgt dafür, dass der Client den richtigen Aufruf mit den richtigen Argumenten nennt. Die zweite spricht mit dem laufenden Prozess, meist über RCON: Konsolenbefehle absetzen, Spieler kicken, den Serverstatus abfragen.
Der RPFX-MCP setzt an einer dritten Stelle an — nicht an der Dokumentation und nicht an der Konsole, sondern am Inhalt: an den Items, Shops, Gruppen und Karteneinträgen, aus denen der Server besteht. Möglich ist das, weil RPFX diese Inhalte ohnehin als Daten hält und nicht als Code; ein Framework, dessen Wirtschaft in Lua-Dateien steht, hätte an dieser Stelle nichts, was sich beschreiben ließe.
Die drei Bauarten schließen sich nicht aus. Wer eigene Ressourcen schreibt, hat von einem Natives-MCP neben RPFX weiterhin etwas — RPFX ersetzt ihn nicht.
Was der Zugang darf und was nicht
Ein Zugang, der einen laufenden Rollenspiel-Server ändern kann, ist eine ernstzunehmende Vollmacht. Drei Dinge begrenzen ihn, und keines davon ist eine Einstellung, die man zu setzen vergessen kann.
- Planen ist vom Schreiben getrenntDie Planungswerkzeuge legen nichts an, sie merken vor. Erst ein ausdrückliches apply_plan führt einen Entwurf aus — was die KI vorschlägt, siehst du also vollständig, bevor es Wirkung hat.
- Rechte gelten weiterJedes Werkzeug hängt am selben Feature-Flag wie die zugehörige Seite im Adminpanel. Ein Zugang kann nicht mehr, als die Person darf, die ihn ausgestellt hat, und Werkzeuge außerhalb dieser Rechte stehen gar nicht erst im Katalog.
- Spielerdaten bleiben gesperrtDer Abruf von Daten mit Bezug zu einzelnen Spielerinnen und Spielern ist ab Werk abgeschaltet und muss von der Serverleitung eigens freigegeben werden. Ohne diese Freigabe sieht der Zugang die Konfiguration des Servers, nicht die Menschen darauf.
Anwendung und Datenbank laufen in Deutschland bei OVH, die Sicherungen ebenfalls in Deutschland bei Hetzner. Was im Einzelnen verarbeitet wird, steht in der Datenschutzerklärung; der Auftragsverarbeitungsvertrag regelt das Verhältnis zwischen RPFX und dem Serverbetreiber.